Crispy Potato Roast nach Martha Stewart

29.12.2014
Obwohl wir über die Feiertage ganz und gar nicht übermäßig geschlemmt haben, war uns gestern abend nach einer (fast) fleischlosen Mahlzeit und da fiel mir dieses tolle Rezept ein. Ich schaue Martha Stewart ganz gern, ihre Rezepte haben eine eingebaute Gelinggarantie und so war es auch mit diesem knusprigen Kartoffelauflauf, der sich nach einiger Vorbereitung beinahe allein im Ofen backt. Dazu etwas Frisches wie einen kleinen Salat und einem Kräuterdipp und fertig ist ein Essen für zwei gute Esser. Als Beilage dürfte es für 3-4 reichen.


Zutaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • ca. 900 - 1000 g festkochende Kartoffeln, geschält gewogen, in dünne Scheiben gehobelt
  • 2 kleine Zwiebel, in dünne Scheiben gehobelt
  • 1/2 TL Pul Biber oder Chiliflocken
  • etwas Fleur de Sel oder normales Salz
  • 100 g feingewürfelter Bacon oder Pancetta 
Die Knoblauchzehe halbieren und eine Auflaufform (ca. 25 x 15 cm) damit ausreiben. Butter und Olivenöl erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Mit der Hälfte davon die Auflaufform auspinseln. Die andere Hälfte mit Pul Biber mischen.
Kartoffeln stapelweise zusammensetzen, dabei kommt es nicht auf Genauigkeit an, es darf sich auch mal eine Scheibe an eine andere Stelle mogeln. Kartoffeln dicht an dicht in die Auflaufform stellen und alle 4-5 Scheiben eine Scheibe Zwiebel zwischenstapeln.


Mit dem restlichen Butter-Ölgemisch bepinseln und leicht mit Fleur de Sel würzen. Backofen auf 190°C U/O vorheizen und die Auflaufform auf mittlerer Schiene 75 Minuten backen.
Kurz vor Ende der Zeit den Bacon in einer kleinen Pfanne auslassen, aber keine Farbe nehmen lassen. Die Auflaufform aus dem Ofen nehmen, den Bacon darüberstreuen. Nun mit Hilfe eines Messer die Kartoffelscheiben vorsichtig trennen und den Bacon dazwischendrücken. So entstehen Lücken und die Kartoffeln werden überall schön kross. Nochmals für 35 Minuten backen, bis alles goldgelb ist.

Dazu schmeckt hervorragend etwas Sour Cream und mein Schüttelgurkensalat.


Ein Teller geht auf Reisen und serviert bei uns dicke, saftige Waffelnwie in der Eisdiele

25.12.2014
Ich kenne niemanden, der Waffeln nicht mag und der größte Fan ist wohl der Lieblingsmann. Ganz besonders lecker finde ich immer diese dicken Exemplare in der Eisdiele, was aber nicht zuletzt an der üppigen Deko obenauf liegt ;o)
Als der Teller bei mir ankam, wußte ich sofort: zu Weihnachten soll es Waffeln geben. Er ist schon seit Mai 2013 auf Reisen und ich bin die 44. Station. Eine schöne Idee, die Petra vom Blog Foodfreak da hatte und bei der ich sofort gern mitgemacht habe. Einen so schönen Teller hat doch jeder gern bei seinen Foodprops, wenn auch nur vorrübergehend.
Das Rezept ergibt genau vier Waffeln, perfekt für zwei Personen mit gutem Appetit und einen Kaffeenachmittag. Eigentlich schmecken sie schon allein mit Puderzucker bestreut ganz lecker, wir haben sie mit einer fluffigen Schmandsahne gekrönt. Auch Obst, Zimtzucker, Marmelade, Kompott oder Eis passen hervorragend.


Zutaten
  • 60 g Butter
  • 3 EL Puderzucker
  • 2 Eier, Gr. M
  • 50 g Stärke
  • 50 g Mehl
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 125 ml Milch 
Butter mit Zucker schaumig rühren, dann die Eier zufügen und eine Minute weiterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver löffelweise unterrühren, zuletzt die Milch. Der Teig sollte eine leicht dickflüssige Konsistenz haben, evtl. wenn zu dünn etwas Mehl, wenn zu dick, etwas Milch hinzufügen.
Waffeleisen aufheizen, mit Butter auspinseln und die Waffeln goldgelb ausbacken. Nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.


Zutaten für die Schmandsahne
  • 200 g Sahne
  • 120 g Schmand
  • 1 EL Puderzucker
Sahne halbsteif schlagen, Schmand und Puderzucker unterrühren.

Der Teller reist in den nächsten Tagen weiter und vielleicht bekommt Ihr ihn ja auch mal live zusehen, wer weiß?!

Zwiebelbrot

22.12.2014
In meiner Kindheit gab es bei jedem Bäcker Zwiebelbrot, und ich habe es ganz besonders gern geröstet mit Butter und Salz gegessen. Heute finde ich es bei kaum einem Bäcker noch, ist es irgendwie aus der Mode gekommen? Am Samstag habe ich endlich mal daran gedacht. Röstzwiebeln mitzubringen und so habe ich mir ein leckeres Zwiebelbrot im Gußtopf selbst gebacken. Das Grundrezept stammt von Sandra, die eine Meisterin der Topfbrote ist.


Zutaten für den Vorteig
  • 75 g Roggensauerteig
  • 210 g Wasser, lauwarm
  • 150 g Weizenmehl, Typ 550
  • 75 g Roggenmehl, Typ 1150 oder 997
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Zutaten für den Hauptteig
  • Vorteig
  • 100 g Wasser, lauwarm
  • 10 g frische Hefe
  • 250 g Weizenmehl, Typ 550
  • 12 g Salz
  • 200 g Röstzwiebeln
Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und auf niedrigster Stufe 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen, evtl. noch etwas Mehl zufügen. Teig mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Ich stelle die Schüssel dazu in Backofen und lasse die Backofenlampe angeschaltet. Teig falten und nochmals eine Stunde gehenlassen, dabei nach 30 Minuten nochmals falten. Teig zu einer Kugel formen und diese in ein gemehltes Gärkörbchen geben. Mit Mehl bestäuben, abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen.


Gußtopf mit Deckel im Backofen bei 230°C U/O eine halbe Stunde aufheizen. Teig in den Topf kippen, dabei bleibt es Euch überlassen, ob Ihr das Muster vom Körbchen oben habt (dann evtl. einschneiden) oder wie ich das, was im Gärkörbchen oben war. Wenn Ihr es so wie ich haben wollt, müßt Ihr den Teig nochmal auf ein Küchentuch kippen und dann in den Topf. Deckel auflegen und 15 Minuten backen. Hitze auf 200°C U/O reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Dann Brot aus dem Topf kippen und auf dem Rost frei noch 8 Minuten backen. Auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen.

Hühnersuppe mit Nudeln und Eierstich

21.12.2014
Man sagt Ihr heilende Kräfte bei Erkältung nach, ob das nun stimmt, weiß ich nicht. Aber ich weiß, daß sie ein absoluter Seelenstreichler ist und eine Kindheitserinnerung, denn genau so hat sie meine Mutter zubereitet: die gute, alte Hühnersuppe.
Und auch bei diesem Rezept mit Huhn muß ich gebetsmühlenartig wiederholen: achtet auch die Qualität des Huhns, kauft keine günstige Discounterware. Geht auf einen Markt oder einen Hühnerhof in Eurer Nähe, und haltet Ausschau möglichst nach Bio-Qualität, Ihr werdet den Unterschied merken. Ich bevorzuge statt eines ganzen Huhns nur die Schenkel, da ich das Fleisch aromatischer und nicht so trocken finde wie das Brustfleisch.


Zutaten für die Brühe
  • 1 kg Hähnchenteile mit Haut und Knochen (z.B. Hühnerschenkel)
  • 2 TL Salz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 Bund Suppengrün, in groben Stücken
  • 1 Zwiebel, ungeschält
  • Stiele von einem Bund + 1/2 Bund krause Petersilie
  • 2 l Wasser
Zwiebel halbieren und in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett auf der Schnittfläche schwarz anrösten. Zusammen mit allen anderen Zutaten in einen großen Topf geben, aufkochen. Hitze reduzieren und eine Stunde köcheln lassen. Hähnchenteile herausfischen und auf einer Platte abkühlen lassen. Brühe durch ein Sieb in einen etwas kleineren Topf geben. Fleisch von Haut und Knochen befreien und kleinzupfen oder schneiden.

Zutaten für die Einlage
  • 500 g Gemüse (Möhren, Sellerie, Lauch) in kleinen Würfeln oder Halbringen
  • 100 g feine Fadennudeln
Gemüse und Nudeln in der leicht köchelnden Brühe garkochen.

Zutaten für den Eierstich
  • 5 Eier
  • 1/2 TL Salz
Eier mit Salz verkleppern und in einen kleinen Gefrierbeutel geben. Mit einem Clip verschließen. Ein einem kleinen Topf etwas Wasser zum Kochen bringen, Hitze reduzieren. Beutel hineingeben und Eierstich langsam ca. 20 Minuten stocken lassen. Aus dem Beutel auf ein Brett geben und in Würfel schneiden.
Zusammen mit dem Hühnerfleisch zu Suppe geben. Das halbe Bund Petersilie feinhacken unterrühren, nochmals mit Salz und evtl. etwas Gemüsebrühe abschmecken und servieren.

12 x Geschenke aus der Küche

19.12.2014
Wer kennt das nicht? Man ist über die Feiertage (oder auch sonst mal) eingeladen und möchte nur eine Kleinigkeit mitbringen. Blumen bringen bestimmt die anderen mit, alte Socken mag niemand (wie wir ja aus der Werbung wissen) und ein Kiste gekaufter Pralinen ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Wie wäre es da mit einer Kleinigkeit aus der Küche, schnell zubereitet und garantiert ein Erfolg. Ich habe Euch eine kleine Auswahl meiner Geschenke aus der Küche zusammengestellt, die Ihr noch bequem vor den Feiertagen zubereitet könnt.


Wie wäre es mit Cookies, bei denen Ihr die 'Füllung' ganz an den Empfänger anpassen könnt? Nehmt, was Euch gefällt, sie schmecken immer lecker. Ein Erfolg sind garantiert auch die Weihnachtsmandeln, zuerst karamellisiert und dann mit gewürzter Schokolade und Puderzucker überzogen. Oder lieber etwas Herzhaftes? Vielleicht das Knusperbrot, das mit ohne oder Käse superlecker ist. Ebenfalls für Knusperfreunde sind die Marmorlöffelkekse, die ohne großes Ausrollen-und Stechen ruckizucki auf dem Backblech landen.
Ein ganz besonderes Leckerchen ist der Holunderblütensenf, der zu Käse echt ein Knaller ist. Die Glühbirne, eine Konfitüre aus Birne, Weißwein und Glühweingewürz leuchtet zwar nicht, aber ist mal ein etwas anderes Süß auf dem Frühstücksbrötchen. Und die Bratapfelmarmelade ist ja sowieso ein Klassiker, der bei mir kein Jahr fehlen darf.
Die Peperonata Dolce habe ich schon vor Weihnachten verschenkt und promt die Anfrage erhalten, ob ich denn noch ein Gläschen hätte. Bunte Crossies gehen nicht nur bei Kindern sehr gut und man kann flexibel zwischen heller oder dunkler Schokolade variieren. Ein ziemlich ausgefallenes Mitbringsel sind die Curry Pickles, die bei Liebhabern der Süß-Sauer-Kombi punkten. Die Traumstücke haben Ihren Foodblog-Siegeszug ja bereits letztes Jahr angetreten, zerschmelzen aber auch dieses Jahr noch im Mund. Und mein persönliches Highlight in diesem Jahr, meine persönliche Entdeckung ist das Veggie-Schmalz mit Apfel, Zwiebel und Chili, das auch als vegan durchgeht und auch allen Carnivoren schmeckt.

Ich denke, bei dieser kunterbunten Mischung ist für jeden Geschmack etwas dabei. Schreibt einen kleinen Anhänger mit dem Inhalt, verpackt es hübsch und schon habt Ihr etwas mit Herz und Hand selbstgemacht.

Das Einzige, was Euch passieren kann: im kommenden Jahr wird wieder so etwas Leckeres erwartet, dafür garantiere ich auch! ;o)

Ziegentaler-Bacon-Törtchen

18.12.2014
Während sich auf anderen Foodblogs der Weihnachtsoverkill breitmacht und süße Sachen wie Plätzchen, Stollen und Kuchen in Massen gebacken werden, wird es bei mir weder weihnachtlich, noch süß. Ich habe einfach keine Lust auf diese Leckereien, was wohl auch dem Wetter geschuldet ist - heute hat es um 7 Uhr schon 12 Grad bei uns gehabt. Also bringe ich Euch ein paar herzhafte Snacks mit, die blitzschnell zubereitet sind und prima zu einem grünen Salat schmecken.


Zutaten
  • 1 Rolle Blätterteig aus der Kühltheke
  • 8 Taler Ziegenfrischkäse
  • 8 Scheiben Bacon
  • Honig
  • Pul Biber oder Chiliflocken
Acht Mulden eines Muffinblechs etwas ausbuttern. Aus dem Blätterteig Kreise ausstechen, die ca. vier Zentimeter größer sind als der Durchmesser einer Mulde. Blätterteig in die Mulden drücken. Je einen Taler Ziegenfrischkäse locker mit einer Scheibe Bacon umwickeln und auf den Blätterteig geben. Auf jeden Taler einen kleinen Klecks Honig geben und mit Pul Biber bestreuen.


Backofen auf 200°C U/O vorheizen und die Törtchen 20 Minuten backen, bis der Blätterteig goldgelb ist.

Rotkohl aus dem TM

17.12.2014
Zehn lange Jahre nenne ich jetzt einen TM mein Eigen, aber noch nie habe ich Rotkohl darin gegart. Warum nicht? Keine Ahnung, aber es ärgert mich, denn die Zubereitung ist kinderleicht und das Ergebnis bestätigt einmal mehr, daß er jeden Cent seiner Anschaffung wert ist.


Zutaten
  • 500-550 g Rotkohl, Strunk entfernt, in ca. 6 Stücke geschnitten
  • 1 Apfel, geschält, entkernt, geviertelt
  • 1 Zwiebel, geviertelt
  • 40 g Butter- oder Schweineschmalz
  • 1/2 TL Salz
  • 30 g Zucker
  • 30 g Apfelessig
  • 150 ml Wasser
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Beutel Glühfix (Glühweingewürze im Teebeutel, alternativ Piment, Zimt, Nelke)
Rotkohl und Apfel in den Mixtopf geben und 4 Sek/St 5 mit Hilfe des Spatels zerkleinern. Mixtopf leeren und die Zwiebel hineingeben. Auf St 5/4 Sek zerkleinern. Hinunterschaben, Schmalz zugeben und 3 Min/Varoma/St  2/LL andünsten. Restliche Zutaten zugeben und 60 Min/Varoma/Stufe 1/LL garen. Teebeutel und Lorbeerblatt entfernen und über Nacht kaltstellen. Am nächsten Tag sanft erwärmen.

geschmortes Rind in Cola-Zwiebel-Chili-Sauce aus dem Slowcooker

15.12.2014
Einige von Euch haben ja sicherlich auf Instagram mitbekommen, daß ein neuer Slow Cooker im Greenwaycastle eingezogen ist - mein Mr. Morphy. Sein Vorgänger ist irgendwie beim Umzug verlorengegangen und in der letzten Zeit habe ich ihn schon ein bißchen vermißt. Wir essen nämlich sehr gern Schmorgerichte und dafür ist ein Slowcooker ja bestens geeignet.

Ich habe mich für dieses Modell entschieden, da er anstelle eines Keramikinnentopfes einen Schmortopf hat, in dem ich direkt auf dem Herd anbraten kann. Als Fleisch habe ich Falsches Filet genommen, das mit einem Kilopreis von 15 Euro durchaus erschwinglich ist. Es eignet sich aber auch jedes andere Schmorstück.
Zum Rezept kann ich nur eins mit den Worten eines bekannten Fernsehkochs aus Dorsten sagen: voll auf die Fresse gekocht! Geschmack, Konsistenz ein Hit!

Und für alle die, die jetzt aufschreien, weil mein Blog ja eigentlich knaggifixfrei ist: ja, ich habe für dieses Gericht Zwiebelsuppe aus der Tüte verwendet. Und ja, das kann man sicherlich ersetzen und ja, Ihr dürft mir gern verraten, durch was ;o)


Zutaten
  • 1,5 kg Rinderbraten (z.B. falsches Filet)
  • 2 Tüten Zwiebelsuppenpulver
  • 1-2 Gemüsezwiebeln, in 0,5 cm dicken Ringen
  • 500 ml Coca Cola (kein Light)
  • 300 ml Asia Sweet Chili Sauce
Fleisch von Sehnen und Fett befreien. Zwiebelringe auf den Boden des Keramikeinsatzes streuen, Fleisch darauflegen. Zwiebelsuppe und Cola verrühren, darübergießen, Topf schließen.


Ich habe dann wie folgt gegart: auf Stufe high 5 Stunden und auf low ebenfalls 5 Stunden, dann zerfiel das Fleisch förmlich. Beobachtet es ein bißchen und macht ab und zu die Probe, ob sich ein Stück leicht lösen läßt. Wir mögen es gern so 'zerfleddert', ich schneide es eine Stunde vor Garzeitende in ca. 2 cm dicke Scheiben und gebe diese wieder in die Sauce. Es ist so zart, daß es beinahe wie Pulled Beef zerfällt.
Wem die Sauce zu dünn ist, dickt sie mit etwas in Wasser angerührter Speisestärke an.

Übernacht-Buttermilchkanten

14.12.2014
Zum Thema Übernachtgare muß ich ja auf meinem Blog nicht mehr viel schreiben, denn in etlichen Rezepten habe ich ich ja schon ein Loblied darauf gesungen. Dieses Rezept habe ich bei Stefanie vom Blog Hefe und Mehr entdeckt und könnte ich Sterne vergeben, würde es 5 von 5 von mir bekommen.


Zutaten
  • 400 g Mehl Typ 550
  • 100 g Roggenmehl Typ 1150
  • 20 g Mohn
  • 20 g Leinsamen, möglichst geschrotet
  • 20 g Sesam
  • 10 g Salz
  • 400 g Buttermilch
  • 5 g frische Hefe
  • 20 g Butter
Am Abend vor dem Backtag die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Buttermilch handwarm erhitzen, Hefe und Butter darin auflösen. Zum Mehl geben und 12 Minuten in einer Küchenmaschine auf langsamer Stufe zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, der sich von der Teigschüssel löst. Evtl. noch etwas Mehl zugeben, wenn er zu sehr klebt. Teig in eine Schüssel geben, zudeckeln und bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Morgen gehen lassen.
Am Backtag Arbeitsplatte leicht bemehlen, Teig aus der Schüssel daraufgeben und die Oberseite auch bemehlen. Zu einem Quadrat von ca. 30 cm Kantenlänge ausrollen. Ränder knappkantig abschneiden, damit die Kante entsteht. Den Teig in beliebig große Stücke schneiden, ich habe 16 Stücke daraus gemacht. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und eine Stunde zugedeckt mit einem Küchenhandtuch ruhenlassen. Dann mit einem Messer diagonal einschneiden.

Backofen auf 250°C U/O vorheizen, Blech auf mittlerer Schiene ca. 18-20 Minuten backen. Dabei beim Einschieben auf den Boden des Backofens Wasser sprühen um Dampf zu erzeugen. Ich besprühe die Brötchen immer 3 Minuten vor Ende der Backzeit auch von oben nochmal leicht mit Wasser, das macht eine schöne Kruste.

Pasta mit Feldsalat-Mandel-Pesto und deftigem Topping

11.12.2014
Pasta Pesto ist schon was Feines, es geht schnell und schmeckt gut. Zumindest das Pesto, das wir bisher aus Basilikum zubereitet haben. Da zwei gute Handvoll Feldsalat aus der Biokiste noch auf Verarbeitung gewartet haben, habe ich kurzerhand das Basilikum damit ersetzt, Mandeln anstatt der sonst üblichen Pinienkerne genommen und das Ganze noch mit einem deftigen Topping gekrönt. Fazit: unbedingt ausprobieren!



Zutaten für 2 Personen
  • 250 - 300 g Pasta nach Wahl, z.B. Spaghetti
Pasta in Salzwasser bißfest kochen. In der Zwischenzeit das Pesto und das Topping zubereiten.

Zutaten für das Pesto
  • 50 g Feldsalat, gewaschen und abgetropft
  • 50 g Feldsalat, gewaschen, blanchiert und gut ausgedrückt
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL Mandelblättchen, leicht angeröstet
  • 120 ml Olivenöl
  • 1 TL Zitronensaft
  • 40 g geriebener Parmesan 
  • 1/2 - 1 Knoblauchzehe
Von den Mandelblättchen einen Eßlöffel voll beiseite stellen zum späteren Bestreuen. Alle weiteren Zutaten in einem hohen Mixgefäß fein pürrieren.

Zutaten für das Topping
  • 100 g fein gewürfelter, durchwachsener Speck (Bacon)
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 1 Knoblauchzehe, gepreßt
  • 1 Tomate, gehäutet, entkernt, in kleinen Würfeln
Speck in einer Pfanne auslassen, evtl. 1 EL Olivenöl zugeben. Wenn er beginnt, Farbe zu nehmen, Hitze reduzieren, Zwiebel und Knoblauch hinzufügen und sanft schmoren lassen. Wenn alles schön eingeköchelt ist, die Tomatenwürfel unterheben und Pfanne vom Herd nehmen. 
Pasta abgießen und dabei etwas Nudelwasser auffangen und tropfnaß zurück in den Topf geben. Mit ca. 3/4 des Pestos mischen, dabei eventuell das aufgefangene Nudelwasser zugeben; es sollte schön cremig werden.
Pasta in eine Schüssel oder auf Teller geben, mit dem Topping krönen und zum Schluß noch mit den zurückbehaltenen Mandelblättchen und Parmesan bestreuen.

Aus dem restlichen Pesto wird heute abend mit etwas Schmand vermischt ein Belag für einen Flammkuchen. Auch schmeckt es hervorragend mit Tomate-Mozzarella.

Marmor-Löffelkekse

07.12.2014
Irgendwie kommt hier im Greenwaycastle keine richtige Weihnachtsstimmung auf und auch die Lust auf Weihnachtsbäckerei ist nicht in Sicht. So habe ich heute morgen ein paar einfache Löffelkekse auf's Blech gezaubert, quasi als Lockversuch... mal schauen, ob es hilft.

Marmorlöffelkekse

Zutaten
  • 200 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • Mark einer Vanillschote
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei, Gr. M
  • 2 EL Milch
  • 250 g Mehl, Typ 405  
  • 2 TL Kakaopulver, ungesüßt
Die Butter zusammen mit Puderzucker, Vanillemark und Salz cremig aufschlagen. Ei  und Milch unterrühren, bis sich alles gut verbunden hat. Dann das Mehl eßlöffelweise dazugeben und weiterrühren, bis sich ein homogener Teig gebildet hat. Das Kakaopulver drübersieben und mit einem Rühr-oder Eßlöffel marmormieren, bis der Kakao gerade eben untergehoben ist, es sollen Schlieren von beiden Teigfarben entstehen.
Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und 30 walnußgroße Häufchen mit zwei Teelöffeln auf den Blechen verteilen. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Kekse 15-20 Minuten backen, bis sie leicht Farbe bekommen. Auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben noch mit Schokoladenglasur verzieren, ich habe Zartbitterkuvertüre benutzt.

Marmorlöffelkekse

blonder Wikingertopf

05.12.2014
Der Wikingertopf hat ja schon die Runde durch diverse Medien gemacht, und jetzt ist er auch bei mir angekommen. Allerdings bereite ich ihn mit einer Béchamelsauce mit Senfnote zu, deswegen ist er bei mir blond, aber er schmeckt auch Brünetten und Rothaarigen sehr gut ;o)
Eigentlich wollte ich ihn noch gar nicht verbloggen, weil ich nur ein einziges Bild geschossen habe, aber die Nachfrage auf Instagram war so groß, daß er es heute doch schon auf den Blog schafft.


Zutaten für die Béchamel
  • 1 EL Butter (25 g)
  • 1 EL Mehl (25 g)
  • 500 ml Milch
  • Muskatnuß
  • Salz und Pfeffer
  • 2-3 EL süßer Senf
Butter in einem Topf erhitzen, Mehl dazugeben und unter Rühren mit einem Schneebesen anschwitzen, aber keine Farbe nehmen lassen. Nach und nach die Milch unter ständigem Rühren zufügen, damit sich keine Klümpchen bilden. Es sollte eine nicht zu dicke, aber auch nicht zu dünne Sauce werden, evtl. noch etwas Milch zufügen. Hitze reduzieren und 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren minimal köcheln lassen, damit sich der Mehlgeschmack verliert. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß abschmecken, den Senf unterrühren.

Zutaten für das Gemüse und die Hackbällchen
  • 1 mittelgroßer Kohlrabi, in Stiften von ca. 1x1x4 cm
  • 4 mittelgroße Möhren, in 0,5 cm dicken Scheiben
  • 200 g gewürztes Mett oder grobe, ungebrühte Bratwürste 
  • etwas Rapsöl oder Butterschmalz
Kohlrabi und Möhren in Salzwasser garkochen. Aus dem Mett kleine Bällchen von ca. 2-3 cm Durchmesser formen; alternativ das Brät aus dem Darm drücken und ebenfalls zu Bällchen formen. In etwas Rapsöl rundherum anbraten.

Gemüse auf einem Sieb abgießen und zurück in den Topf geben. Béchamelsauce und Hackbällchen hinzufügen und alles miteinander vermischen. Zum Schluß noch etwas gehackte, frische Blattpetersilie untermischen und mit Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree servieren.

English Muffins

29.11.2014
Heute geht meine kulinarische Weltreise in die zweite Runde und sie führt uns in das Vereinigte Königreich. Mir ist seit unserem letztjährigen Urlaub in Cornwall unverständlich, warum die Küche dort immer noch so einen schlechten Ruf hat, denn egal was wir gegegessen haben: es war einfach nur lecker.
Ich habe Euch English Muffins mitgebracht, die ich als Kind schon immer von einer namhaften Großbäckerei gern gegessen habe. Selbstgebacken allerdings schmecken sie doch viel besser und sie sind wirklich einfach zuzubereiten.


Ein bißchen Info gefällig? Bitteschön!
Es ist nicht bekannt, seit wann es Muffins auf den Britischen Inseln gibt. Der Begriff lässt sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts nachweisen; die ersten Rezepte stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie waren im 19. Jahrhundert sehr populär und wurden zur tea time von 'Muffin Men' auf der Straße verkauft. Das laute Ausrufen und Schellenklingeln der Verkäufer wurde in den 1840er Jahren gesetzlich verboten, weil sich viele Leute dadurch gestört fühlten; das Verbot ließ sich aber nicht durchsetzen. Der englische Muffin wird aus einem speziellen Hefeteig hergestellt, der auf einem Backblech mit runden Vertiefungen, die flüssiges Fett enthalten, ausgebacken wird. Er hat keine Ähnlichkeit mit dem US-amerikanischen Muffin, sondern sieht eher wie ein flaches Brötchen aus, das vor dem Verzehr im Toaster geröstet wird. Die Muffins werden halbiert vorgeschnitten verkauft.
Zutaten
  • 180 g Weizenmehl Typ 405
  • 180 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 TL Salz
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • 120 ml Milch
  • 50 g Butter
  • Polenta (Maisgrieß)
Mehle und Salz in einer Schüssel mischen und in die Mitte des Mehls eine Mulde formen. Hefe, Zucker und Wasser vermischen und 5 Minuten stehenlassen, dann in die Mulde geben. Milch leicht erwärmen und die Butter darin schmelzen und ebenfalls in die Mulde geben. Alles zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten, ich lasse das meine KitchenAid für 6 Minuten erledigen. Der Teig sollte schon weich sein, sich aber vom Schüsselrand lösen.
Backofenkurz auf 50°C aufheizen, ausschalten und zugedeckte Schüssel hineinstellen. Backofenlampe angeschaltet lassen und 45 Minuten gehenlassen. Nochmals durchkneten und weitere 45 Minuten gehenlassen.
Ein Küchenhandtuch mit Polenta bestreuen. Vom Teig Portionen von ca. 70 g abstechen, rundschleifen und vorsichtig in die Polenta drücken. Umdrehen und die andere Seite ebenfalls hineindrücken. Die Teiglinge sollten gleichmäßige dick sein und ca. 10-12 cm Durchmesser haben. Insgesamt ergibt die Teigmenge 9 Stück. Mit einem Küchenhandtuch abdecken und nochmals 20 Minuten ruhenlassen.


Dann eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen (bei mir ist das 5 von 10). Teiglinge in zwei Partien hineingeben und von jeder Seite 6-7 Minuten goldgelb backen, es soll sich eine feste Kruste ergeben. Beim Backen gehen sie noch etwas auf und bekommen den typischen hellen Rand wie ein Berliner. Vollständig auf einem Gitterrost abkühlen lassen und dann in einer luftdichten Dose oder einem verschlossenen Klarsichtbeutel aufheben. Ich könnte mir auch vorstellen, daß man sie gut einfrieren kann, habe das allerdings noch nicht probiert.
Zum Genießen einfach halbieren und im Toaster rösten.

Schokoladen-Guglhupf

28.11.2014
Seit einiger Zeit bin ich auf der Seite Blogg dein Buch registriert und dieses Mal hatte ich richtig Glück, denn ich bekam das Buch 'Meine feine Chocolaterie - Rezepte, die glücklich machen' von Oliver Brachat und Andreas Neubauer zur Renzension. Schokolade im Greenwaycastle geht eigentlich immer und so habe ich mich ganz besonders gefreut, dieses tolle Buch lesen und probebacken zu dürfen.



  • Bestellnummer: ISBN: 978-3-88117-932-4
  • Verlag: Hölker Verlag
  • Seiten: 176
  • Format: 19,0 x 23,0 cm
  • Hardcover
  • Einband: mit Spotlack und Leseband

  • Bestellen könnt Ihr das Buch im Onlineshop.

    Der Verlag schreibt:
    Ob Schoko-Milchschnitten, frische Zitronengrastörtchen mit weißer Schokolade oder Tiramisu-Cupcakes - in diesem Buch wird jeder Chocoholic fündig. Oliver Brachats neues Buch zeigt mit verführerischen Rezepten für lockere Kuchen, leckere Tartes und fruchtige Desserts, was sich alles Leckeres aus Schokolade zaubern lässt.

    Als das Buch bei mir ankam, war ich gleich von der Aufmachung und den tollen Fotos begeistert. Ich gebe zu: ein Koch-oder Backbuch, daß so aufgemacht ist, hat schon fast gewonnen. Es ist in vier Kapitel unterteilt:
    • Schokoladen-Basics
    • Süße Kleinigkeiten - Cookies, Cupcakes & Konfekt
    • Für die Kaffeetafel - Kuchen, Tartes & Torten
    • Cremige Desserts - Soufflés, Sorbets & Eiscreme
    Bei Durchblättern sind mir sofort einige Rezepte aufgefallen, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Einiges Altbekanntes in neuem Gewand wie z.B. die Schoko-Amerikaner, aber auch gänzlich Neues wie die  Erdnuß-Curry-Blätter sprechen mich so richtig an; Curry in Verbindung mit Schokolade einzusetzen ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen und so richtig kann ich es mir auch noch nicht vorstellen.
    Da ich noch kein Buch über Schokolade besitze, habe ich jetzt einen großen Vorrat an Rezeptideen für alle Bereiche mit diesem Buch bekommen.

    Für Euch habe ich einen Schokoladen-Gugelhupf ausprobiert, der so richtig saftig-schokoladig daherkommt. Dieses Rezept hat mich schonmal überzeugt, auch wenn ich den Gugel lieber Gugl schreibe. Und weil ihn der Lieblingsmann für seine Kollegen mitgenommen hat, gab's ein paar Borussen-Perlen in schwarz-weiß-grün als Verzierung.


    Zutaten für den Teig
    • 350 ml Milch
    • 225 g Zucker
    • 175 g brauner Zucker
    • Mark von 2 Vanilleschoten
    • 250 g Butter
    • 200 g hochwertige Zartbitterschokolade
    • 2 Eier, Gr. M
    • 275 g Mehl
    • 30 g ungesüßtes Kakaopulver
    • 1 TL Backpulver
    Milch, Zucker und Vanillemark so lange miteinander verquirlen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In der Zwischenzeit Butter und Schokolade in einem Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren schmelzen. Eier zur Milchmischung geben, unterrühren. Dann die Sckokoladen-Buttermischung unterrühren. Mehl mit Kakao und Backpulver vermischen und eßlöffelweise unterrühren.
    Eine Guglhupfform gründliche ausbuttern und den Teig einfüllen. Backofen auf 160°C vorheizen und die Guglhupfform auf einem Gitterrost auf mittlerer Schiene 1 Stunde backen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und dann vorsichtig auf ein Gitterrost stürzen. Vollständig abkühlen lassen.

    Zutaten für die Glasur
    • 200 g hochwertige Zartbitterschokolade
    • 100 g Butter
    • 90 g Honig
    • 1 TL neutrales Speiseöl
    Schokolade, Butter und Honig in einem Topf auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, Öl unterrühren und die Glasur auf dem Guglhupf verteilen. Nach Belieben mit Streuseln oder Schokosplits bestreuen und erkalten lassen.

    Ich danke dem Hölker Verlag und Blogg Dein Buch für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflußt und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wieder.

    Ofengemüse mit Schafskäse und Zitronen-Kräuter-Dipp

    27.11.2014
    Eine liebe Bekannte hat dieses leckere Gemüse früher sehr oft zubereitet und ich mußte jedes Mal lachen, weil sie immer 'Zutschini' sagte ;o)
    Wenn die Schnibbelarbeit erstmal erledigt ist, macht sich dieses bunte Ofengemüse quasi von allein - das mag ich. Dazu gibt es einen frischen Dip und ein Baguette, das ich die letzten paar Minuten im Backofen nochmal aufknuspern lasse.


    Zutaten für das Ofengemüse
    • je 1 rote und gelbe Paprika, in mundgerechten Stücken
    • 1 mittelgroße Zucchini, der Länge nach halbiert und in 1/2 cm dicken Scheiben
    • 250 g Champignons, je nach Größe halbiert oder geviertelt
    • 200 g Feta, gewürfelt
    • 250 g Cocktailtomaten, halbiert
    • 4 Schalotten, halbiert oder geviertelt
    • 1 Päckchen gehackte, gemischte Kräuter, z.B. Iglo 8 Kräuter oder Gartenkräuter TK
    • 2-3 Knoblauchzehen, gepreßt
    • 3 EL Paniermehl, bevorzugt Panko
    • 3 EL Olivenöl
    • 1/2-1 TL Chiliflocken oder eine frische Chili in kleinen Würfeln
    • Salz und Pfeffer
    Alles miteinander gut vermischen und in eine flache, nicht zu kleine Auflaufform geben, das Gemüse sollte nicht zu hoch geschichtet sein.


    Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Auflaufform auf mittlerer Schiene 45 Minuten backen, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.


    Dazu paßt hervorragend ein frischer Dip aus Schmand, Johurt, saurer Sahne oder Crème fraîche.


    Zutaten für den Zitronen-Kräuter-Dipp
    • 200 g griechischer Joghurt
    • 200 g Quark
    • 1-2 EL gehackte Kräuter, z.B. Iglo 8 Kräuter oder Gartenkräuter TK
    • Saft und Abrieb einer halben Zitrone
    • 1/2 TL Chiliflocken
    Alle Zutaten miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Grünkohl aus dem Backofen mit karamellisierten Röstkartoffeln

    26.11.2014
    Grünkohl heißt in Niedersachsen, wo ich geboren und aufgewachsen bin, Braunkohl. Aber egal ob nun grün oder braun, ich esse ihn am liebsten klassisch gekocht mit Fleisch und Mettenden oder Bregenwürsten, nur letztere bekomme ich hier leider nicht am Niederrhein. Die Zubereitung im Backofen finde ich mehr als praktisch, denn alles kommt einfach in den Topf und man hat nicht ganz so viel Kohlduft im Haus. Und übrigens... ich streue immer noch Zucker beim Essen über den Kohl, so habe ich es von meiner Oma 'gelernt'. Diesmal allerdings haben den süßen Part die karamellisierten Kartoffeln übernommen ;o)



    Zutaten für den Grünkohl
    • 500 g Grünkohl, vom Strunk befreit
    • 2-3 Zwiebeln, in Würfeln
    • 125 g feine Baconstreifen-oder Würfel
    • 600 ml Wasser
    • 1 EL Essigessenz oder Weißweinessig
    • 1 EL Zucker
    • 1 EL Gemüsebrühpulver
    • 3 EL Rapsöl
    • Salz und Pfeffer
    • 2-4 Mettenden
    • 2 Scheiben Kasseler 
    Grünkohl nach Wunsch grob oder auch fein hacken. Ich nehme dazu immer ein Büschel Blätter in die Hand und schnippele es mit einer Schere nicht allzu klein. Gründlich waschen und etwas ausdrücken, so daß er noch tropfnaß ist.
    Rapsöl in einen großen Bräter geben, ich nehme dazu meinen Senior aus dem schwedischen Möbelhaus mit 5 l Fassungsvermögen. 1/3 des Grünkohls hineinschichten, 1/3 der Zwiebeln und des Bacons darauf verteilen. Etwas pfeffern und salzen, dann noch zwei weitere Lagen so einschichten. Mettenden anpiksen und zusammen mit dem Kasseler im Grünkohl einbetten.


    Gemüsebrühpulver und Zucker im Wasser auflösen, Essig zufügen und über den Kohl geben. Deckel auflegen und bei 180°C Umluft 2-3 Stunden garen, dabei alle 30 Minuten umrühren und abschmecken, evtl. noch etwas Brühe oder Wasser zufügen, es sollte leicht durchstehen. Über Nacht kaltstellen und am nächsten Tag nochmals aufwärmen, das mache ich auf dem Herd.

    Zutaten für die karamellisierten Röstkartoffeln
    • 500-600 g Pellkartoffeln aus festkochenden Kartoffeln vom Vortag
    • 1 gehäufter EL Butterschmalz
    • 1 TL Paprikapulver
    • Fleur de sel
    • 1 EL Zucker
    Pellkartoffeln pellen und in Würfel mit 2-3 cm Kantenlänge schneiden. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin bei mittlerer Hitze knusprig braten, dabei immer wieder vorsichtig durchschwenken und mit Salz und Paprika bestreuen. Wenn die Kartoffeln goldgelb sind, mit Zucker bestreuen und kurz karamellisieren.

    Bratapfelkonfitüre

    23.11.2014
    Alle Jahre wieder komme ich um diese Konfitüre nicht herum, besonders wenn es um ein Mitbringsel oder ein Wichtelgeschenk aus meiner Küche geht. Ich bereite die Konfitüre im TM zu, aber es klappt genauso gut auf dem Herd. Mir schmeckt sie nicht nur auf Brot oder Brötchen, sondern auch in ein Naturjoghurt eingerührt.


    Zutaten
    • 900 g Äpfel (z.B. Boskop), geschält und entkernt gewogen
    • Mark einer Vanilleschote
    • 1 Pck. Zitronensäure
    • 1 TL Zimt
    • 500 g Gelierzucker 2:1
    • 100 ml Wasser
    • 50 g Mandeln (gehackt oder Blättchen)
    Mandeln in einer trockenen Pfanne leicht rösten, abkühlen lassen.

    Äpfel grob raspeln und in einem Topf mit den anderen Zutaten unter Rühren aufkochen lassen. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, Mandeln unterrühren und in sterilisierte Twist-Off-Gläser abfüllen. Diese zuschrauben, kurz auf den Deckel stellen, dann umdrehen und vollständig auskühlen lassen.


    Zubereitung im TM
    Äpfel in Viertel in den Mixtopf geben, 5 Sekunden bei Stufe 5 mit Hilfe des Spatels zerkleinern. Restliche Zutaten zugeben und 12 Minuten/100°/Stufe 2/ LL aufkochen. Wenn es sprudelt, 4 Minuten weiterkochen lassen. Mandeln im LL Stufe 2 unterrühren. In sterilisierte Twist-Off-Gläser abfüllen. Diese zuschrauben, kurz auf den Deckel stellen, dann umdrehen und vollständig auskühlen lassen.


    Wer mag, kann  noch Rosinen (evtl. vorher in Rum oder Amaretto einlegen) zufügen.

    schlotziger Rahmwirsing aus dem TM

    22.11.2014
    Wirsing und allgemein alle Kohlsorten mögen wir hier im Greenwaycastle sehr gern. Heute habe ich ihn mal im TM gekocht, und diese Variante kommt auf die 'Unbedingtwiederholenliste'. Dazu gab es frische Bratwurst; wer mag, kocht noch ein paar Kartöffelchen dazu.


    Zutaten
    • 500 g Wirsing, in groben Stücken
    • 15 g Butter
    • 50 g feine Baconstreifen oder Würfel
    • 1/2 TL Salz
    • 1/4 TL Pfeffer
    • 1 TL Gemüsebrühe
    • 150 g Wasser
    • 120 g Sahne
    • 20 g Speisestärke
    Wirsing in zwei Partien mit Hilfe des Spatels 15 Sekunden / Stufe 4 zerkleinern. In eine Schüssel umfüllen. Butter und Baconstreifen 3 Minuten / Varoma / LL / Stufe 1-2 andünsten. Wirsing und alle weiteren Zutaten hinzufügen und 20 Minuten / 100 Grad / LL / Stufe 1-2 kochen. Nach Belieben mit gehackter Petersilie bestreuen.


    Das tolle Geschirrhandtuch mit meinem Blognamen habe ich übrigens bei Sarah von Sarahs Krisenherd gewonnen, vielen Dank nochmal!

    Südtiroler Speck-Zwiebel-Brot

    17.11.2014
    Dieses Brot ist eindeutig das leckerste und zugleich schönste, das ich bisher gebacken habe. Die Kruste, die Krume, der Geschmack - ich bin ehrlich gesagt ganz verliebt. Da ich nicht so gern auf dunkle Zwiebeln beiße, habe ich sie nur angedünstet. Wer es kräftiger mag, röstet die Zwiebeln goldbraun getrennt vom Speck an. Gebacken habe ich es wieder in meinem Gußtopf aus dem schwedischen Möbelhaus.


    Zutaten
    • 300 g Weizenmehl Typ 550
    • 1 Pck. Trockenhefe
    • 10 g Salz
    • 200 g Roggensauerteig
    • 125 ml Weißwein (alternativ Wasser)
    • 50 ml Wasser
    • 100 g Zwiebel, gewürfelt
    • 100 g Südtiroler Speck, in kleinen Würfeln
    Mehl, Hefe und Salz mischen in einer Schüssel und in der Mitte eine Mulde formen. Sauerteig hineingeben. Weißwein und Wasser lauwarm erwärmen und zugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, ich lasse das für 8 Minuten meine Kitchen Aid machen. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen, evtl. noch etwas Wasser oder Mehl zugeben. Schüssel mit einem Küchenhandtuch zudecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehenlassen (z.B. im Backofen unter der eingeschalteten Backofenlampe).


    Zwiebel-und Speckwürfel in einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Öl auf mittlerer Stufe anbrutzeln, bis die Zwiebeln Farbe bekommen. Abkühlen lassen.


    Teig nochmals durchkneten und bei langsamer Geschwindigkeit oder von Hand die Zwiebel-Speck-Mischung unterkneten; evtl. muß je nach Feuchtigkeit noch etwas Mehl hinzu, der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen. Nochmals mindestens eine Stunde am Besten in einem bemehlten Gärkörbchen gehen lassen, der Teig sollte sich fast verdoppeln.


    Einen Gußbräter mit Deckel bei 230°C U/O eine halbe Stunde vorheizen. Küchenhandtuch gut bemehlen, den Teig draufstürzen. Diesen dann in den Gußbräter stürzen, der Schluß des Brotes soll oben sein. Deckel auflegen und für 15 Minuten bei 230°C backen. Hitze auf 200°C reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Dann das Brot vorsichtig aus dem Bräter stürzen und nochmal für 5 Minuten frei backen. Brot vollständig auf einem Gitterrost auskühlen lassen.


    Statt des Südtirolers Specks kann auch Bacon oder ein roher Schinken verwendet werden.

    Steckrübenkuchen

    12.11.2014
    Eigentlich wollte ich dieses Rezept noch nicht verbloggen, denn als wir den Steckrübenkuchen gestern abend gegessen haben, wurde sofort klar: der gehört in eine Spring-oder Tarteform, damit er mehr Fläche für die leckere Kruste bekommt. Der Geschmack hat allerdings total überzeugt und deswegen schafft es das Rezept heute doch auf den Blog und wird demnächst mit einem besseren Foto ergänzt. Vielleicht seid Ihr ja schneller als ich, kocht es nach und schickt mir Euer Foto? ;o)


    Zutaten
    • 800 g grob geraspelte Steckrübe
    • 70 g Kartoffelmehl
    • 200 g Reibekäse
    • 2 TL Backpulver
    • 1 TL Salz
    • 1/2 - 1 TL Chiliflocken
    • 1 TL Oregano
    • 1/2 TL Pfeffer, schwarz frisch gemahlen
    • 1-2 Zwiebeln
    • 150 g durchwachsener Speck in Streifen oder Würfeln 
    • 150 g TK-Erbsen
    • 50 g Butter
    • 4 Eier, Gr. M
    • 1 EL Senf
    Steckrübenraspel mit  Kartoffelmehl, Backpulver, Reibekäse, Salz, Pfeffer, Oregano und Chili in einer großen Schüssel vermischen.
    Speck in einer kleinen Pfanne anbraten, Zwiebeln dazugeben und alles auf mittlerer Hitze leicht schmoren lassen. Butter und Erbsen dazugeben und warten, bis die Butter geschmolzen ist. Den Pfanneninhalt zur Steckrübenmasse geben und gut untermischen. Eier mit Senf schaumig aufschlagen und unter die Steckrübenmasse heben.


    Eine Spring-oder Tarteform von ca. 26 cm Durchmesser ausbuttern, die Masse hineinfüllen und gut andrücken.


    Backofen auf 190°C U/O vorheizen und die Backform auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu schnell bräunt, mit Alufolie abdecken. Kuchen aus dem Ofen holen und 15 Minuten abkühlen lassen. Auf ein Platte stürzen und dann anschneiden. 

    Dazu schmeckt ein grüner Salat und ein frischer Dip aus Crème fraîche oder griechischem Joghurt, verrührt mit Kräutern und Knoblauch.


    Anstatt Speck könnt Ihr auch Mettenden, Schinken oder Kochschinken verwenden oder für die Veggie-Variante Möhrenwürfel.

    Hühnchen süß-sauer aus dem Backofen

    10.11.2014
    Eigentlich mag ich gar nicht gern chinesisches Essen. Zumindest nicht das, was einem in den hiesigen Glutamattempeln als solches verkauft wird. Und schon gar nicht süß-sauer, wenn dann höchsten was mit Sojasauce. Als ich aber bei Ann-Katrin dieses Rezept entdeckt habe, sagte irgendwas in mir: das mußt Du ausprobieren. Ich habe es leicht abgewandelt und noch etwas Sambal Manis für etwas Schärfe in die Sauce geschmuggelt und Paprika und Ananas dazugeben. Ich schwöre Euch: das ist das beste Hühnchen süß-sauer, das ich jemals gegessen habe. Die Sauce legt sich wie Sirup um das Hühnchen... mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen.


    Zutaten für die Sauce
    • 130 g Zucker
    • 75 g Ketchup
    • 75 g Reisessig
    • 4 EL frisch gepreßter Zitronensaft
    • 1 EL Sojasauce
    • optional 1/2 - 1 TL Sambal Manis oder Sambal Oelek
    Alle Zutaten in ein Schraubglas füllen und gut durchschütteln. Die Sauce könnt Ihr gut schon im Voraus zubereiten und im Kühlschrank parken, damit sie gut durchzieht.

    weitere Zutaten
    • 500 g Hähnchenbrustfilet, in mundgerechten Würfeln
    • Salz
    • 50 g Speisestärke
    • 2 Eier, gut verkleppert
    • Rapsöl zum Anbraten
    Hähnchenstücke in eine Schüssel geben, mit Salz würzen. Speisestärke draufsieben und mit einem Löffel alles durchmischen, bis jedes Fleischstück damit ummantelt ist. Fleisch rausfischen und dabei gut abklopfen. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Fleischstücke in Ei tauchen und in der Pfanne rundherum goldgelb anbraten. Legt dabei nicht zuviel Fleisch auf einmal in die Pfanne, lieber in mehreren Partien braten. Die Fleischstücke auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dann in eine Auflaufform geben. Diese sollte nicht zu groß sein, es kann ruhig mehrfach übereinanderliegen, damit die Stücke schön saftig bleiben. Mit der Sauce übergießen und mit zwei Löffeln vorsichtig mischen, damit alle Stück umhüllt sind. Backofen auf 160°C U/O vorheizen und die Auflaufform auf mittlerer Schiene 60 Minuten backen. Dabei nach jeweils 15 Minuten mit zwei Löffeln mischen. Nach 30 Minuten
    • 150 g Paprika rot und gelb, möglichst geschält, in schmalen Streifen
    • 150 frische Ananas, in kleinen Stücken
    dazugeben und ebenfalls untermischen.


    Zum Schluß mit einem halben Bund Frühlingszwiebeln in dünnen Scheiben bestreuen und servieren. Dazu schmeckt uns am Besten ein Jasmin-oder Basmatireis.